Abstrakte Otto-Freundlich Bilder

Der deutsche Maler, Bildhauer, Grafiker und Lehrer Otto Freundlich wurde am 10. Juli 1878 in einer jüdischen Familie in Stolp in Pommern geboren. Freundlich wurde nach dem Tode seiner Mutter von einer Pflegemutter in der evangelischen Tradition erzogen. Nach dem Gymnasium begann er eine Kaufmannslehre, später begann er ein Studium der Zahnmedizin, das er aber abbricht um in München und Berlin Kunstgeschichte zu studieren. Nach Veröffentlichung erster kunstkritischer Artikel in verschiedenen Zeitschriften erkennt er in Florenz, das er 1906 auf einer Studienreise besucht, dass nicht im Schreiben, sondern in der Malerei und Bildhauerei seine wahre Begabungen und Fähigkeiten liegen. So beginnt er in Berlin ein Studium bei den Malern Lothar von Kunovski und Lois Corinth.

Freundlich reist nach Italien und geht schließlich nach Paris um am Montmartre eine Wohnung mit Atelier zu beziehen, bewegt sich in den Künstlerkreisen von Pablo Picasso und Georges Braque und arbeitet auch mit Herbin und Gris zusammen. Er entwickelt seinen eigene Arbeitstechnik, den „figural-konstruktivistischen Stil symbolistischer Prägung“, es entstehen erste abstrakte Bilder, die er 1909 in einer erste Ausstellung vorstellt. 1910 eröffnet er eine Malschule in München, der aber nur wenig Erfolg beschieden ist. So bleibt er vorwiegend in Paris und nimmt an einigen Ausstellungen in Hamburg, Köln, München und verschiedenen anderen Städten teil.

Neben der Skulptur interessiert er sich auch für die Kunst der modernen Glasmalerei und bezieht 1914 ein Atelier in der Kathedrale von Chartres um in diesem beeindruckenden Umfeld und einzigartigen Atmosphäre die Grundlagen der Glasmalerei zu studieren. Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges kehrt Otto Freundlich, der sehr mit den Linken sympathisiert, nach Deutschland zurück um an einer Aktion einer revolutionären Anti-Kriegspublikation in Berlin mitzuwirken. Die Septemberausgabe 1918 wurde mit seinen Holzschnitten und Zeichnungen illustriert und war ihm gewidmet. Er kehrt nach Köln zurück und dient kurze Zeit bei den Deutzer Kürassieren als Sanitätssoldat.

Nach dem Krieg schließt er sich bei der Novemberrevolution einer kurzlebigen Gruppe an, die sich eifrig, aber vergeblich bemühte, die Kluft zwischen den Massen des Volkes und den engagierten Künstlern zu verringern. Er engagiert sich in der fortschrittlichen, neu gegründeten „Novembergruppe“ und mit den Künstlern Max Ernst und Theodor Baargeld organisiert er die erste Dada-Ausstellung. Der Maler wechselt in den folgenden Jahren häufig seinen Aufenthaltsort und begibt sich auf Reisen durch Europa. 1924 kehrt er nach Paris zurück und wird Mitglied der Künstlervereinigung „Abstraction-Creation“. Die deutsche Künstlerin Jeanne Kosnick-Klose wird 1930 seine Freundin und Lebensgefährtin. Seine Bilder mit den eigenwilligen, tektonisch aufgebauten Farbfeldmalerein werden von 1932 bis 1935 in Ausstellungen nicht nur in Europa, sondern auch in Moskau und Chicago der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Versuch 1936 eine private Akademie zu gründen, scheiterte, aber seine Ideen eines sozialen Gefüges auf der Basis einer gemeinsamen ethischen Grundlage von Kunst und Gesellschaft, die sich in der Malerei, Bildhauerei und Architektur zum Ausdruck bringt, verbreitete er immer noch in seinen sozialkritischen, politischen und kunsttheoretischen Schriften. Für ihn war das Entstehen der Kunst und das Entstehen einer neuen Gesellschaft schon immer miteinander verbunden. Auch lehnte der Künstler in seinen Werken jegliche Form von Begrenzung kategorisch ab. Er verbindet die Farbblöcke in seinen „Kompositionen“ zu einem Satz, der außerhalb des Rahmens liegt und die engen Verbindungen zwischen den einzelnen Puzzleteilen signalisieren einen Strom aus dem Dunklen ins Licht, in dem sein Blau, die traditionelle Farbe der Transzendenz in ein strahlendes Gelb übergeht. Seine Werke, ob Skulpturen, Zeichnungen, Mosaike oder Gemälde, waren entweder völlig ungegenständlich oder reine Abstraktion.

Die meisten Kontakte zu seinen deutschen Künstlerkollegen gehen nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten in die Brüche und die neuen Machthaber diffamieren seine Werke als entartet. Für die Nationalsozialisten galt der Begriff "entartet" für jede Art von Kunst, die mit ihrer Ideologie oder Propaganda unvereinbar war. Ganze Bewegungen wurden als solche bezeichnet, darunter Expressionismus, Impressionismus, Dada, Neue Sachlichkeit, Surrealismus, Kubismus und Fauvismus. Seine fast abstrakte Skulptur „Homme Nouveau“ wurde als Beispiel für „bolschewistisch-jüdische“ Kunst hervorgehoben und als Titelblatt des Führers durch die Wanderausstellung „Entartete Kunst“ missbraucht.

Am 19. Juli 1937 wurde in den Hofgartenarkaden der Münchner Residenz die Ausstellung "Entartete Kunst" eröffnet. Darunter waren 650 Kunstwerke, die aus 32 deutschen Museen beschlagnahmt wurden. Viele der talentiertesten und innovativsten Künstler Deutschlands wurden offiziell diffamiert: George Grosz, Ernst Ludwig Kirchner, Max Ernst, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Paul Klee und Ernst Barlach. Avantgardistische Künstler und Museumsleiter, die moderne Kunst gekauft oder ausgestellt haben, waren bereits 1933 von der beruflichen Tätigkeit ausgeschlossen. Mit dieser Ausstellung wurden die bildenden Künste zur völligen Unterwerfung unter die Zensur und die nationalsozialistische "Koordination"[Gleichschaltung] gezwungen. Auf Initiative von Propagandaminister Joseph Goebbels und dem Präsidenten der Reichskunstkammer Adolf Ziegler (1892-1959) reiste die Ausstellung von 1937 bis 1941 in zwölf weiter Städte.

Als Frankreich durch die Nationalsozialisten 1940 besetzt wurde folgt eine jahrelange Odyssee durch zahlreiche französische Internierungslager. Seine Freunde scheiterten mit ihren Bemühungen ihm eine Ausreisegenehmigung in die Vereinigten Staaten zu organisieren und lediglich auf Picassos Betreiben wurde er kurzzeitig entlassen und konnte 1942 in die Pyrenäen flüchten. Dort fristete er in dem Städtchen Saint-Paul-de-Fenouillet mit seiner Freundin Jeanne ein ärmliches, entbehrungsreiches Dasein in einem Versteck einer Bauernfamilie. Er versucht trotz aller Widrigkeiten weiterhin an seinen Texten zu arbeiten und fertigt Zeichnungen von seiner Umgebung an.

1943 wird der Maler Otto Freundlich von Dorfbewohnern als Jude denunziert und am 23. Februar von Angehörigen der Besatzungsmacht verhaftet. Zusammen mit ca. 1000 weiteren Juden wird er in einem Sammeltransport nach Osten transportiert und in das Lager Lublin-Majdanek gebracht. Noch am Tage seiner Ankunft im Konzentrationslager, dem 9. Mai 1943, wird er von den Nationalsozialisten in einer Gaskammer ermordet. 80 Jahre nach der großen Retrospektive präsentiert das Museum Ludwig das Werk von Otto Freundlich. Mit rund achtzig Objekten zeichnet die Ausstellung das Werk, das Denken und das Leben eines Künstlers nach, der nicht nur Gemälde und Skulpturen, sondern auch Glasfenster und Mosaike herstellte und der in einer suchenden Reflexion über die führenden Kunstströmungen seiner Zeit seinen eigenen Weg zur Abstraktion fand.
Komposition-1926 Kunstdruck
Komposition 1926 Kunst auf Leinwand
Komposition Kunstdruck
Komposition Kunst auf Leinwand
Kosmisches-Auge Kunstdruck
Kosmisches Auge Kunst auf Leinwand
Mein-Himmel-ist-rot Kunstdruck
Mein Himmel ist rot Kunst auf Leinwand
Ohne-Titel Kunstdruck
Ohne Titel Kunst auf Leinwand
Sally-Suzuki Kunstdruck
Sally Suzuki Kunst auf Leinwand
These-synthese-antithese Kunstdruck
These synthese antithese Kunst auf Leinwand


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